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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit 1987
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
GENITALSCHMERZ
weitere Suchbegriffe:
Schmerz im Genital, Schmerz im Genitalbereich, Schamlippenschmerzen
Ein Genitalschmerz führt i.d.R. zu erheblichen Einbußen der Lebensqualität, gleiches gilt insbesondere auch für einen Scheidenschmerz. Die betroffenen Patienten gehen oftmals erst dann zum Arzt, wenn die Schmerzen unerträglich werden, vertrauen sich aber auch anderen Personen kaum an.
Ein
chronischer
Genitalschmerz betrifft
hauptsächlich das weibliche Geschlecht. Überwiegend klagen die Frauen über einen
diffusen, anhaltenden
Sche idenschmerz, seltener über
Schmerzen im Bereich des
äußeren Genitales.
Patientinnen, bei denen ein paroxysmaler (=
anfallsartiger)
Genitalschmerz
auftrat, sahen wir bei
uns bisher nicht.
In der Regel konnten auch wiederholte
gynäkologische Untersuchungen keine kausale (=
einer bestimmten Krankheit zuzuordnende) Schmerzursache aufdecken.
Schamlippenschmerzen (große Schamlippen)
können auf Störungen der Nervenwurzeln L1 und L2 (= Nervenwurzeln des Rückenmarks im Lendenbereich)
zurückzuführen sein, auch wenn diese
Beschwerden als einziges Symptom (=
Krankheitszeichen)
vorliegen und nicht von z. B. einem
Leistenschmerz begleitet sind.
Als weitere Ursache kommen
auch neuralgieartige Störungen der Endäste der Nerven ilioinguinalis und
genitofemoralis (= Nerven der Leistengegend) in Betracht.
Ein
Genitalschmerz betrifft beim Mann hauptsächlich die H oden, seltener
kommen Schmerzen im Pen
is vor.
Meist werden seitenbetonte, ziehende Dauerschmerzen mit wechselnder Intensität
angegeben.
Schmerzen im
H oden
ohne Seitenbetonung sprechen eher für eine psychogene
(= die Psyche betreffende) Schmerzursache.
Wenn ein seitenbetonter Hodenschmerz als
einziges Symptom (= Krankheitszeichen) vorliegen, ist an Affektionen (=
Störungen, Erkrankungen) der Ne rvenwurzel
L1 und L2 (siehe oben) zu
denken.
Als weitere Ursache sind auch neuralgieartige Störungen des Endastes des
Nervus genitofemoralis (Ramus (= Nervenast)
genitalis) in
Erwägung zu ziehen, manchmal mit einer Schmerzausstrahlung ins Bei n (innerer,
rumpfnaher Oberschen kel)
einhergehend.
Bei Schädigung des N. genitofemoralis (Spermatikusneuralgie) kommt es zu einem Ausfall des Kremasterreflexes (= Reflex des Hodensacks), häufig verbunden mit einem Schmerz im (gleichseitigen) H oden bzw. H odensack, Frauen klagen über einen Schmerz im Bereich der großen Schaml ippen.
Für einen anhaltenden Penisschmerz gibt es eine Reihe von möglichen Ursachen. Am häufigsten sind diese chronisch entzündlicher Natur (v.a. Pen iserysipel (= Wundrose), Balanoposthitis (= Eichel- und Vorhautentzündung), Cavernitis (= En tzündung der Schwellkörper), Urethritis (Harnleiterentzündung).
Weitere (seltene) Ursachen für Schmerzen im Pen is:
Induratio pen is plastica (= flache strangförmige oder flächenhafte Verhärtung des Pen is)
Pen is-Deviation (= Verkrümmung des Pen is)
"Pen is-Fraktur" (= plötzliches, gewaltsames Abknicken, wobei Blutgefäße im Pen is platzen)
Behandlung bei
Genitalschmerz:
Unterer Anteil der Schaml ippen, hinterer
Anteil des Hodensacks, Vestibulum vaginae
(=
Scheidenvorhof),
Pen is,
Da mm- und
Af terbereich werden sensibel aus dem Plexus sacralis (= Nervengeflecht aus dem unteren Rückenmark stammend) versorgt, so dass sich zur
Schmerztherapie in den angesprochenen Bereichen eine wiederholte epidurale (= rückenmarknahe)
Betäubung in Form des Kaudalblockes (= rückenmarknahe Betäubung in Höhe des Kreuzbeines) eignet.
Der Kaudalblock hat gegenüber dem lumbalen
Epiduralblock (= rückenmarknahe Betäubung in
Höhe der Lenden)
den Vorteil, dass eine geringere Dosierung benötigt wird, in der Regel reichen 5-8 ml z. B.
Bupivacain (= ein langwirkendes örtliches
Betäubungsmittel)
0,125-0,15 % aus.
Zur
kontinuierlichen Blockade mit Katheter*
ist allerdings die lumbale epidurale Blockade
(=
rückenmarknahe Betäubung in Höhe der Lenden) wegen des geringeren Risikos einer En tzündung
bzw. Infektion
(= Eindringen von Mikroorganismen wie z.B. Bakterien)
vorzuziehen, jedoch mit einer Ausnahme: Schmerz im Af ter- (und
Da mm-) Bereich
nach Amputat ion
des Enddarmes. In diesem Falle ist die Entzündungsquelle nicht mehr
vorhanden, so dass ein Sakralkatheter* auch über einen längeren Zeitraum belassen
werden kann.
Bei einem
Genitalschmerz im Bereich der oberen Anteile
der großen Schaml ippen und des seitlichen und vorderen Anteil des Hodensacks sollte immer
ein Therapieversuch mit Blockaden
(=
Betäubungen) der Nerven
ilioinguinalis und genitofemoralis in Form einer flächenhaften Infiltrationsanästhesie
(= Betäubung durch Infiltration)
im Bereich des mehr seitlichen Anteils des
Leistenbandes durchgeführt werden.
Blockaden
(= Betäubungen) der paravertebralen Ne rvenwurzel
L1 und L2
(= Nervenwurzeln des Rückenmarks im Lendenbereich) führen zum gleichen Ziel.
Zur kontinuierlichen Blockade mit Katheter*
eignen sich
Plexus lumbalis
(=
Nervengeflecht im Lendenbereich) und der
lumbale Epiduralraum (= Raum zwischen Rückenmark und dessen Gewebsumhüllung in
Höhe der Lenden).
Bei isolierten Schmerzen im Pen
is
können
wiederholte Betäubungen des Nervus dorsalis pen
is im Bereich der Pen
iswurzel versucht werden.
Psychisch verursachter
Genitalschmerz:
Der Anogen italbereich (= Af ter- und Geschlechtsbereich) ist ein bevorzugter Körperbereich für den
symbolischen Schmerz im Rahmen einer Konversionsneurose. Den ersten Hinweis auf diese
Schmerzentstehung liefert oft schon die Beschreibung des Schmerzcharakters. Fast
regelmäßig wählen die betroffenen Patienten bizarre Ausdrücke wie z. B.
"tierisch, wahnsinnig" oder "wie rohes Fleisch". Häufig fehlt ein
Leidensdruck. Öfters werden die Beschwerden fast lächelnd oder auch teilnahmslos
vorgetragen. Fast regelmäßig wird angegeben, dass
Analgetika (=
Schmerzmittel) nicht helfen würden.Zur Therapie werden Psychopharmaka
eingesetzt.
Diagnostik (= Maßnahmen zur Erkennung einer Krankheit): Ein psychogen verursachter Genitalschmerz (z.B. Sche idenschmerz) persistiert (= verbleibt) auch während einer diagnostischen Spinal- oder Periduralanästhesie (= rückenmarknahe Betäubungen).
Wenn ein Genitalschmerz längerfristig besteht, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Erläuterungen:
* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird der dünne Kunststoffschlauch vorübergehend (z.B. 10-14 Tage lang) dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muss also nicht aufgeschnitten werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit der Patient nicht immobil wird und begleitend evtl. physiotherapeutische Anwendungen (z.B. Sitzbäder) möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, dass bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die durch entzündliche, oder auch degenerative (= abnutzungsbedingte) Prozesse entstanden sind, hilfreich ist. Eine gute Durchblutung optimiert auch den Stoffwechsel eines gestörten oder geschädigten Nervs.Außerdem vermag eine solche Behandlung das sog. Schmerzgedächtnis zu löschen.
Laut der
Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben
alle
Versicherte
(also auch ältere
Patienten)
einer gesetzlichen Krankenkasse
einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation und
können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch
einen
Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses
Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten
bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05)
und Hessen ((Az.: L 1 KR
2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen
Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet,
die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu
berücksichtigen.
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:
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Tel.: +49 (0) 7931 - 545-0
* Fax: +49 (0)
7931 - 545-131
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Aktualisiert:>13.09.2009</>
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